Außenministerin Tzipi Livni zur Waffenruhe im Süden (19.06.08) „Es gibt für uns nur eine Adresse in Gaza, und das ist die Hamas. Wir werden nicht überprüfen, wer eine Kassam-Rakete abfeuert. Die Verantwortung liegt bei der Hamas. Ich glaube nicht an eine Einstellung lediglich des Feuers auf beiden Seiten. Es muss auch eine Einstellung des Schmuggels und der Anhäufung von Waffen geben. Ich werde keine Ruhephase akzeptieren, die zur Wiederbewaffnung genutzt wird. Terror und Schmuggel sind die beiden Gründe, die eine Militäraktion Israels im Gaza-Streifen nötig machen würden. Sollte es keinen Terror und keinen Schmuggel geben, werden wir nicht handeln müssen. Wenn wir aber zu einer Militäraktion schreiten müssen, werden wir dies ohne Zögern tun. Und wenn die Hamas etwas anderes will, was ihr wichtig ist – etwa die Öffnung des Übergangs in Rafiah -, muss sie wissen, dass es etwas gibt, was uns sehr am Herzen liegt – Gilad Shalit.“ (Außenministerium des Staates Israel, 19.06.08) Verletzung der Waffenruhe durch erneute Raketen aus dem Gazastreifen (24.06.08) Während offiziell Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas herrscht, haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen am 24. Juni wieder Kassam-Raketen auf den westlichen Negev abgeschossen. Insgesamt landeten drei Raketen in Sderot und Umgebung, eine davon beschädigte die Struktur eines Hauses. Verletzt wurde dabei niemand, zwei Frauen mussten sich jedoch wegen Schocks behandeln lassen. Der Islamische Jihad hat die Verantwortung für den Beschuss übernommen. Ministerpräsident Ehud Olmert bezeichnete die Raketenangriffe in einer ersten Reaktion als „eklatante und eindeutige Verletzung der Übereinkünfte, die als Teil der Waffenruhe erzielt wurden“. Die Waffenruhe - Situationsbericht vom 19. Juni 2008 des IICC |